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Electric Razor

PatentDE651039

InventionRasiergerät

FiledFriday, 5th May 1933

PublishedThursday, 16th September 1937

InventorIlse Hartmann

OwnerKupfer-Asbest-Co. Gustav Bach

LanguageGerman

Other countriesUS2054418

The US version of this patent was claimed for the Stahly Live Blade razor.

For a full resolution version of the images click here

A PDF version of the original patent can be found here.

DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT Nr 651 039 KLASSE 69 GRUPPE 2103 H 136123 XI/69 Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 16. September 1937 Kupfer-Asbest-Co. Gustav Bach in Heilbronn, Neckar Rasiergerät Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Mrz 1935 ab

Die Erfindung bezieht sich auf Rasiergeräte mit Kraftantrieb, bei welchen der Rasierklinge eine Schneidbewegung erteilt wird. Es sind bereits Geräte dieser Art bekannt, die in der Weise arbeiten, daß die Klinge durch einen Elektromagneten in eine zur Schneide parallel laufende schwingende Bewegung versetzt, also senkrecht zur Schneidrichtung hin und her bewegt wird.

Man hat auch bereits vorgeschlagen, bei derartigen Geräten die Klinge fest im Messerkopf einzuspannen und diesen durch den elektrischen Antrieb in Rüttelbewegungen zu versetzen.

Es wurde ferner bereits vorgeschlagen, kreisscheibenförmige Klingen durch einen Federmotor in eine umlaufende Bewegung zu versetzen, um so eine Verstärkung der Schneidwirkung zu erzielen. Alle diese Anordnungen haben jedoch den Nachteil, daß die Klinge während der Benutzung des Gerätes dauernd an die Haut gepreßt wird, wodurch einerseits die Gefahr des Schneidens erhöht, andererseits eine ziehende Wirkung auf die Haare ausgeübt wird, welche mit Schmerzempfindungen verbunden ist. Soweit bei diesen Geräten die Klinge in besonderen Schlittenführungen läuft, ist auch der Kraftbedarf verhältnismäßig hoch.

In Erkenntnis dieser Nachteile hat man auch schon versucht, der Klinge durch eine federnde Auflage oder durch Führung in schräg verlaufenden Bahnen eine Bewegung zu erteilen, welche in gewissem Umfange ein ruckweises Absetzen und Wiederansetzen des Messers zur Folge hat.

Diese Mittel konnten aber infolge ihrer umständlichen Anordnung, ihrer betriebstechnischen Nachteile und ihres großen Kraftbedarfes nicht befriedigen.

Gegenstand der Erfindung ist ein Rasiergerät, bei welchem der die Klinge fest eingespannt haltende Messerkopf durch elektrischen Antrieb in Rüttelbewegungen versetzt wird, wobei erfindungsgemäß der Messerkopf mit dem übrigen Gerät starr verbunden ist und die Bewegung durch eine umlaufende Masse erzeugt wird, die exzentrisch zu einer im Gehäuse festgelagerten Welle angeordnet ist. Zweckmäßig wird diese Schwungmasse unmittelbar durch einen Elektromotor angetrieben, der mit einer als Stromquelle dienenden Batterie in einem gemeinsamen, als Handgriff ausgebildeten Gehäuse untergebracht ist.

Durch diese Anordnung wird erreicht, daß die Klinge eine Bewegung ausführt, bei welcher jeder ihrer Punkte unter Beibehaltung der Parallelität der Schneidkanten zur Längsachse des Messerkopfes eine kreisförmige Schwingung von gleichen Schwingungshalbmessern ausführt. Die Klinge wird also in rascher Aufeinanderfolge nicht nur in Richtung der Schneidkanten, sondern auch senkrecht zu dieser Richtung hin und her bewegt, so daß eine ruckartige Schneidwirkung erzielt wird, welche sich als besonders günstig erwiesen hat. Dank der Vereinigung der Längsbewegung mit der Querbewegung durch die kleinen, sehr rasch aufeinanderfolgenden, kreisförmigen Vibrationen entsteht eine Schneidbewegung, wie sie beim Rasieren von Hand durch den Friseur ganz von selbst herbeigeführt wird.

Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung gegenüber den bekannten Geräten mit rein linearer Bewegung der Klinge besteht ferner darin, daß es hierbei gleichgültig ist, in welcher Stellung der Messerkopf auf dem Gerät aufsitzt, d. h. wie die Längsachse der Klinge jeweils zu den übrigen Teilen des Gerätes und insbesondere zur Antriebsvorrichtung liegt.

Der Messerkopf kann daher nach Bedarf mehr oder weniger tief in den Griff eingeschraubt und dadurch ebenso wie bei den bekannten, von Hand betätigten Rasierhobeln die Krümmung der Klinge nach Belieben eingestellt werden.

Die schwingende Bewegung des Messerkopfes wird, wie erwähnt, dadurch erzeugt, daß die exzentrische Schwungmasse in bei Massagegeräten u. dgl. bekannter Weise durch einen Motor in Umlauf versetzt wird, wobei sie sich in ihre Schwerpunktachse einstellt und dadurch ihrer Lagerung bzw. dem Motorgehäuse und der damit verbundenen Klinge die erwünschte kreisförmige Bewegung erteilt.

Infolge des fast vollständigen Wegfalls aller Reibungswiderstände bei diesem Antrieb ist der Kraftbedarf so gering, daß es möglich ist, außer dem Motor auch die Stromquelle beispielsweise in Gestalt einer Stabbatterie unmittelbar im Handgriff unterzubringen, also den bei der Handhabung sehr lästigen Anschluß des Gerätes an eine außerhalb des Gerätes befindliche Kraftquelle zu vermeiden.

Einige Beispiele von Rasiergeräten gemäß der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Im einzelnen zeigt

Fig. 1 die kreisförmige Vibration der Klinge,

Fig. 2 eine Ausführungsform im Längsschnitt,

Fig. 3 den Oberteil eines ähnlichen Gerätes in Ansicht,

Fig. 4 eine andere Ausführungsform in teilweisem Schnitt,

Fig. 5 den Kopfteil einer weiteren Ausführungsform.

In der Fig. 1 ist gezeigt, wie ein einzelner Punkt 1 der Klinge eine kreisförmige Bewegung mit kleinem Halbmesser ausführt. Durch die Art der Bewegungsübertragung wird sämtlichen Punkten der Klinge die gleiche Bewegung mit gleichem Halbmesser erteilt.

Gemäß Fig. 2 wird die schwingende Bewegung dadurch erzeugt, daß in dem Gehäuse2 ein Elektromotor 3 untergebracht ist, der in nicht näher dargestellter Weise durch Stromzufuhr von außen angetrieben wird. Auf der Motorwelle 4 ist eine Schwungmasse 5 exzentrisch aufgesetzt; die Rasierklinge 6 wird in üblicher Weise durch einen Halter 7 auf dem Schneidkopf des Rasiergerätes festgehalten. Diesem Zwecke dienen beispielsweise zwei Haltebolzen 8, die in die Löcher der Klinge eingreifen und durch Einschnappen in die Feder 9 festgehalten werden. Statt dieser Art der Verbindung kann auch die bekannte Verbindung durch Einschrauben des Halters 7 in ein entsprechendes Gewinde des Schneidkopfes nach Fig. 5 gewählt werden. Beim Umlauf des Motors 3 und der Welle 4 wird auch die exzentrische Schwungmasse 5 in Umlauf gesetzt, wobei sie sich in ihrer Schwerpunktachse einstellt; dadurch wird der Rasierkopf in kreisförmige Vibration versetzt, durch welche die Arbeitsbewegung der Klinge herbeigeführt wird.

Fig. 3 zeigt beispielsweise eine verstellbare Festhaltevorrichtung für den Klingenhalter, mit deren Hilfe ebenso wie bei der Ausführung nach Fig. 5 je nach Wunsch der Klinge eine mehr oder weniger starke Wölbung gegeben werden kann. Zu diesem Zwecke ist über das Gehäuse, in welchem die Schwungmasse 5 untergebracht ist, eine drehbare Hülse 10 mit aufgesetzten Gewindegängen geschoben, die nach Art eines Bajonettverschlusses in Kerben 11 der Bolzen 8 des Klingenhalters 7 eingreifen.

Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher an das den Motor 12 aufnehmende Gehäuse 14 ein Handgriff 15 angesetzt ist, in dem eine Trockenbatterie 13 untergebracht ist.


Patentansprüche:


1. Rasiergerät, bei welchem der die Klinge fest eingespannt haltende Messerkopf durch elektrischen Antrieb in Rüttelbewegungen versetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Messerkopf mit dem übrigen Gerät starr verbunden ist und die Bewegung durch eine zu einer im Gehäuse festgelagerten Welle exzentrisch angeordnete rotierende Masse erzeugt wird.

2. Rasiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwungmasse durch einen Elektromotor angetrieben wird, der mit einer als Stromquelle dienenden Batterie in einem gemeinsamen, als Handgriff ausgebildeten Gehäuse untergebracht ist.