zoom_out loupe Click on this icon or hold down the shift key to magnify while moving over the patent image. zoom_in
home Home help_outline Help
   
parts I H E A B Fig1 Fig1 A E G I H G E Fig2 Fig2 E B C A F E H I x-x x-x x-x Fig3 Fig3 E G F G E A1 D A1 Fig4 Fig4 I H B C D A1 F G Fig5 Fig5 A B C D A1 F G H Fig6 Fig6 H Fig7 Fig7 H Fig8 Fig8

Köller Safety Razor

PatentDE70370

InventionBarthobel mit doppelter Messerstellvorrichtung

FiledThursday, 16th June 1892

PublishedWednesday, 9th August 1893

InventorGebr. Köller

LanguageGerman

For a full resolution version of the images click here

A PDF version of the original patent can be found here.

Ausgegeben den 9. August 1893.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT — Nr 70370 — KLASSE 69: Schneidwerkzeuge.
GEBR. KÖLLER in SOLINGEN. Barthobel mit doppelter Messerstellvorrichtung Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juni 1892 ab.

Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Barthobel enthält eine eigenartig gelagerte, gegen die Schutzvorrichtung einstellbare Messerklinge, wobei die Schutzvorrichtung, entgegengesetzt anderen den gleichen Zwecken dienenden Einrichtungen, mit dem Handgriff fest verbunden ist.

Durch diese Anordnung wird eine weit leichtere und einfachere Handhabung des Barthobels ermöglicht, als bei allen übrigen bisher im Gebrauch befindlichen Rasirhobeln. Gleichzeitig ist aber auch in sehr einfacher Weise ein Auswechseln bezw. Umdrehen der Messerklinge auszuführen.

In beiliegender Zeichnung stellt Fig. 1 den Barthobel in der Seitenansicht, Fig. 2 in der Vorderansicht und Fig. 3 in der Oberansicht mit horizontal geschnittenem Handgriff dar. Fig. 4 ist eine Stirnansicht ohne die Messerklinge. Die innere Einrichtung des Barthobels ist aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, welche denselben im Schnitt nach Linie x-x der Fig. 3 mit zwei verschiedenen Messerstellungen zeigen. Fig. 7 und 8 veranschaulichen die zum neuen Barthobel passenden Messerklingen.

Das Gehäuse A des Barthobels trägt an der Rückwand einen röhrenförmigen Ansatz B für den abnehmbaren Handgriff. In diesem Ansatz B ist eine Schraube C angeordnet, welche mit ihrem Kopfende in den hohlen Handgriff hineinragt, mit ihrem freien Ende aber gegen die Rückwand D eines in Zapfen E der Seitenwände des Gehäuses A drehbaren Rahmens oder Messerhalters F stößt, so daß dieser Rahmen, wie aus den Fig. 5 und 6 ersichtlich, durch ein Rechts- oder Linksdrehen der Schraube C mehr oder weniger schräg gestellt wird. Setzt man nun die Messerklinge H mit dem Rücken nach oben zwischen die nach der Vorderseite des Hobels zu umgebogenen Ansätze G der Seitenwände des Gehäuses A und den Rahmen F ein, so wird die Schneide der Klinge um so tiefer und zugleich auch um so weiter von dem kammartigen und nach oben und innen umgebogenen Ende A1 der Unterseite des Gehäuses A (Fig. 4) entfernt, je weiter die Schraube C nach links gedreht wird und je mehr sich hierdurch der obere Theil des Rahmens F nach hinten zu neigen vermag (Fig. 5). Umgekehrt wird die Messerklinge eine höhere, mit der Schneide dem kammartig durchbrochenen Theil der Schutzvorrichtung A1 mehr genäherte Lage einnehmen, wenn, wie dies in Fig. 6 dargestellt ist, der Rahmen F durch eine Rechtsdrehung der Schraube steiler eingestellt wird.

Eine zweite Schraube I durchdringt den oberen horizontalen Theil des Rahmens F und drückt mit einem Theil der unteren Fläche ihres Kopfes gegen den Rücken des Rasirmessers, so daß bei Rechtsdrehung derselben die Klinge nach unten gepreßt und festgestellt wird. Man wird diese Schraube I im allgemeinen um so mehr anzuziehen haben, je schmaler die Messerklinge durch wiederholtes Schärfen und Abschleifen wird.

Durch Benutzung der beiden Schrauben C und I ist es demnach jederzeit möglich, dem Rasirmesser die gewünschte Stellung zur Schutzvorrichtung A1 zu geben und erst, nachdem dies erfolgt, wird man den Handgriff auf den Ansatz B aufschrauben, worauf der Rasirhobel in Gebrauch genommen werden kann.


PATENT-ANSPRÜCHE:

  1. Barthobel mit Einstellvorrichtung des Messers in zwei Richtungen, gekennzeichnet durch einen um Zapfen (E) in den Gestellseiten schwingenden Messerhalter (F) von U-förmigem Querschnitt, welcher Halter in seinem oberen Theil eine Regulirschraube (I) zur Einstellung des Messers in der Höhe trägt, während die Einstellung in dazu senkrechter Richtung durch eine Stellschraube (C) in der Mitte der Gestellhinterwand erfolgt.

  2. An dem unter 1. gekennzeichneten Barthobel die lösbare Verbindung des Handgriffes mit dem Gestell, derart, daß derselbe gleichzeitig als Abschlußhülse für die Stellschraube (C) dient.